Wir möchten die Geschichten der Menschen, die hier lebten, wieder sichtbar machen – im Alltag, im Stadtbild und beim Spazierengehen.
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Bei der Verlegung von Stolpersteinen in Muschenheim 2024 mit Stolperstein-Künstler Gunter Demnig Foto: Simon Malz -
Die neuen Stolpersteine, kurz nach der Verlegung. Foto: Simon Malz -
Lich, 18. April 2026: Menschen versammeln sich zur Verlegung. Foto: Simon Malz -
Konfirmandengruppen und Schulklassen stellen die Schicksale der Familien vor. Foto: Simon Malz -
Gunter Demnig verlegt die meisten Steine selbst. Foto: Simon Malz -
Jede Messingtafel misst zehn mal zehn Zentimeter. Foto: Simon Malz -
Eine weiße Rose zum Abschied. Foto: Simon Malz
Die Stolpersteine erinnern an Menschen aus Lich, Langsdorf und Muschenheim, die im Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet, vertrieben oder ermordet wurden. Sie liegen vor den letzten frei gewählten Wohnorten dieser Menschen in unseren Gehwegen.
Heute erinnern wir an …
Familie Hermann Goldschmidt, Braugasse 1, Lich
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Hermann
GoldschmidtJg. 1865 unfreiwillig verzogen 1936 Laubach 1939 Bad Nauheim deportiert 1942 Theresienstadt ermordet 15.10.1942
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Eleonore
Goldschmidtgeb. Seliger Jg. 1875 Flucht Holland interniert 1943 Westerbork deportiert Sobibor ermordet 21.5.1943
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Herbert
GoldschmidtJg. 1903 Flucht 1933 Holland mit Hilfe überlebt
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Else Karoline
Goldschmidtgeb. Gruner Jg. 1906 Flucht 1933 Holland interniert 1942 Westerbork deportiert Auschwitz ermordet 31.8.1942
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Ruth Betty
GoldschmidtJg. 1933 Flucht 1933 Holland interniert 1943 Westerbork Mechelen deportiert Auschwitz ermordet 3.8.1943
Was sind Stolpersteine?
Stolpersteine sind kleine Messingtafeln im Gehweg. Jede Tafel trägt einen Namen, ein Geburtsjahr und ein Schicksal. Sie erinnert am früheren Wohnort an einen Menschen, dessen Name und Geschichte aus dem Stadtbild verdrängt wurden.
Wer stehen bleibt und die Inschrift liest, verbindet Vergangenheit und Gegenwart – mitten im Alltag, im Vorbeigehen.
Die Stolpersteine sind Teil des größten dezentralen Denkmals der Welt. Der Künstler Gunter Demnig hat es begonnen; heute tragen es Bürgerinnen und Bürger – auch hier in Lich.
Mitmachen und die Erinnerung weitertragen
Erinnerung gelingt gemeinsam. Ob bei der Recherche, im Schulprojekt, bei einer Patenschaft oder bei der nächsten Verlegung: Die Arbeitsgruppe in Lich freut sich über jede Beteiligung.
Nächster Termin
Vortrag von Gunter Demnig: Stolpersteine – Spuren und Wege Alte Synagoge, Amtsgerichtsstraße 4, 35423 Lich