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Stolpersteine Lich

Erinnerung, die im Alltag sichtbar bleibt

Wir möchten die Geschichten der Menschen, die hier lebten, wieder sichtbar machen – im Alltag, im Stadtbild und beim Spazieren­gehen.

  • Gunter Demnig mit Hut kniet an einer Hauswand über vier frisch gesetzten Stolpersteinen; im Hintergrund Zuschauer auf der Straße.
    Bei der Verlegung von Stolpersteinen in Muschenheim 2024 mit Stolperstein-Künstler Gunter Demnig Foto: Simon Malz
  • Vier Stolpersteine im Asphalt mit weißen Rosen, dahinter ein Blumentopf.
    Die neuen Stolpersteine, kurz nach der Verlegung. Foto: Simon Malz
  • Ein Mann spielt Akkordeon vor den im Halbkreis stehenden Gästen.
    Lich, 18. April 2026: Menschen versammeln sich zur Verlegung. Foto: Simon Malz
  • Zuhörende von hinten, gegenüber eine Reihe junger Leute vor einem Wohnhaus.
    Konfirmandengruppen und Schulklassen stellen die Schicksale der Familien vor. Foto: Simon Malz
  • Gunter Demnig mit Hut und Arbeitshandschuhen im Gespräch.
    Gunter Demnig verlegt die meisten Steine selbst. Foto: Simon Malz
  • Gunter Demnig trägt drei Stolpersteine im Arm, hinter ihm sein roter Transporter.
    Jede Messingtafel misst zehn mal zehn Zentimeter. Foto: Simon Malz
  • Eine Hand legt eine weiße Rose an vier Stolpersteine.
    Eine weiße Rose zum Abschied. Foto: Simon Malz

Die Stolper­steine erinnern an Menschen aus Lich, Langsdorf und Muschenheim, die im National­sozialismus verfolgt, entrechtet, vertrieben oder ermordet wurden. Sie liegen vor den letzten frei gewählten Wohnorten dieser Menschen in unseren Gehwegen.

Was sind Stolpersteine?

Stolper­steine sind kleine Messing­tafeln im Gehweg. Jede Tafel trägt einen Namen, ein Geburtsjahr und ein Schicksal. Sie erinnert am früheren Wohnort an einen Menschen, dessen Name und Geschichte aus dem Stadtbild verdrängt wurden.

Wer stehen bleibt und die Inschrift liest, verbindet Vergangenheit und Gegenwart – mitten im Alltag, im Vorbei­gehen.

Die Stolper­steine sind Teil des größten dezentralen Denkmals der Welt. Der Künstler Gunter Demnig hat es begonnen; heute tragen es Bürgerinnen und Bürger – auch hier in Lich.

Mitmachen und die Erinnerung weitertragen

Erinnerung gelingt gemeinsam. Ob bei der Recherche, im Schul­projekt, bei einer Patenschaft oder bei der nächsten Verlegung: Die Arbeits­gruppe in Lich freut sich über jede Beteiligung.

Nächster Termin

Vortrag von Gunter Demnig: Stolpersteine – Spuren und Wege Alte Synagoge, Amtsgerichtsstraße 4, 35423 Lich