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Stolpersteine Lich

Verlegung in Muschenheim, 20. November 2024

In Muschenheim wurden acht neue Stolper­steine verlegt – für die Familien Bamberger und Hammer­schlag, an zwei Adressen im Ortskern. Gunter Demnig war persönlich vor Ort und hat die Steine ins Pflaster einge­bracht.

Konfirmanden­gruppen, Schülerinnen und Schüler, Bürgerinnen und Bürger sowie Mitglieder der Arbeits­gruppe stellten die Schicksale der Familien vor und legten weiße Rosen an den Steinen nieder. Auch Vertreter der Stadt sprachen bei der Verlegung.

Hansjörg Lacour, der großen Anteil an den Recherchen in Muschenheim hat, begrüßte die Gäste am Alten Rathaus­platz. Die Geschichte der Muschen­heimer Juden hatte Dr. Dieter Quick zu erforschen begonnen, der 2002 als Vikar im Ort war; auch er war gekommen, ebenso die Historikerin Dr. Sharon Meen aus Vancouver, die der Arbeits­gruppe hilft, Nachfahren zu finden. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden kamen aus Muschenheim, Birklar und Eberstadt; dabei war auch der Wahlpflichtkurs „Erinnern und Gedenken“ der Dietrich-Bonhoeffer-Schule mit Lehrer Jan Hilde­brand.

  • Menschen stehen auf einem Platz im Dorf, im Hintergrund Wohnhäuser und ein Kirchturm.
    Die Gäste sammeln sich im Muschenheimer Ortskern. Foto: Simon Malz
  • Ein Mann spricht ins Mikrofon, im Vordergrund Zuhörende von hinten.
    Auch Vertreter der Stadt sprechen bei der Verlegung. Foto: Simon Malz
  • Jugendliche stehen mit Textblättern vor einem Haus mit der Nummer 7, ringsum Zuhörende.
    Vor dem Haus Alter Rathausplatz 7 wird die Geschichte der Familie Bamberger vorgetragen. Foto: Simon Malz
  • Junge Frauen mit Textblättern in der ersten Reihe der Zuhörenden.
    Schülerinnen tragen die Lebensgeschichten der Familien vor. Foto: Simon Malz
  • Vier Stolpersteine für die Familie Bamberger im Asphalt, daneben weiße Rosen.
    Weiße Rosen an den vier Steinen für Leopold, Jenny, Julius und Hugo Bamberger. Foto: Simon Malz
  • Gunter Demnig mit Hut und rotem Halstuch vor einer weißen Wand.
    Gunter Demnig in Muschenheim. Foto: Simon Malz
  • Menschen säumen beide Seiten einer Dorfstraße.
    Die Verlegung füllt die Straße im Muschenheimer Ortskern. Foto: Simon Malz
  • Gunter Demnig mit Hut kniet an einer Hauswand über vier frisch gesetzten Stolpersteinen; im Hintergrund Zuschauer auf der Straße.
    In der Brückgasse 7 setzt Gunter Demnig die Steine für die Familie Hammerschlag. Foto: Simon Malz
  • Gunter Demnig kniet an einer Hauswand und richtet vier Stolpersteine aus; daneben Eimer und Handfeger.
    Die vier Steine werden ausgerichtet und verfugt. Foto: Simon Malz
  • Vier Stolpersteine im Asphalt, an jeder Ecke eine weiße Rose.
    Rosen an den Steinen für Jakob, Theresa, Ernst und Berta Hammerschlag. Foto: Simon Malz
  • Gunter Demnig mit Hut im Gespräch, auf ein Tor gestützt.
    Der Künstler im Gespräch am Rand der Verlegung. Foto: Simon Malz

Im Anschluss lud die Arbeits­gruppe zu einem Austausch ein – ein stilles Weiter­erzählen der Geschichten, die in den kleinen Messing­tafeln ihren Platz gefunden haben.

Steine dieser Verlegung

Acht Steine erinnern an die Familien Bamberger und Hammerschlag – an das Leben jüdischer Familien, die einst in Muschenheim zu Hause waren.

Alter Rathausplatz 7

Familie Leopold Bamberger

Brückgasse 7

Was die Zeilen auf den Steinen bedeuten

Presse