Zum Inhalt springen
Stolpersteine Lich

Louis Stiefel

Der Stolper­stein für Louis Stiefel (1873–⁠1936) liegt vor dem Haus Bahnhof­straße 10 in Lich. Verlegt wurde er am 3. September 2021.

Was die Zeilen auf den Steinen bedeuten

Die Geschichte der Familie

Neun Stolper­steine vor dem Haus Bahnhof­straße 10 erinnern an die Familien der Brüder Hermann und Louis Stiefel, die in Lich mit Frucht, Getreide und anderen Landes­pro­dukten handelten. Im Juni 1935 mussten beide Familien die Stadt verlassen: Hermann, seine Frau Selma und ihre Tochter Irma zogen nach Frankfurt, Louis, seine Frau Frieda und ihr Sohn Hans nach Gießen, wo Louis 1936 starb. Frieda und ihre Kinder Hans, Ida und Bertha Erna konnten in die USA fliehen. Hermann und Selma flohen 1939 in die Nieder­lande und wurden 1943 in Sobibor ermordet, ihre Tochter Henny 1942 in Auschwitz. Irma überlebte das Lager Westerbork. Bei der Verlegung wurden aller­dings die Steine der beiden Frauen namens Irma Stiefel vertauscht.

Auch erwähnt

„Die Gebrüder Goldschmidt gaben ihr Geschäft zum 31. März 1933 auf, die Familie Oppen­heimer verlor 1934 ihren Grund­besitz in zwei Zwangs­ver­steigerungen, im März 1936 wurden die Firmen der Brüder Chambré und von Louis Stiefel „durch Verfügung des Bürger­meisters“ gestrichen.“ – Jüdisches Leben in Lich, Langsdorf und Muschenheim

Quellen

Im Online-Archiv der Arolsen Archives suchen: Louis Stiefel

Das Archiv fragt beim ersten Aufruf nach einer Einverständniserklärung. Die Suche zeigt auch Menschen gleichen Namens.

Bücher und Archive zur Geschichte der Juden in Lich: Literatur

Können Sie helfen?

Wissen Sie mehr über Louis Stiefel? Jeder Hinweis hilft: Fotos, Briefe, Dokumente, Erinnerungen oder Kontakt zu Angehörigen. Schreiben Sie uns: info@stolpersteine-lich.de

Can you help?

Do you know more about Louis Stiefel? Photographs, letters, documents and memories all help. Please write to us: info@stolpersteine-lich.de