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Louis
StiefelJg. 1873 unfreiwillig verzogen 1935 Gießen gedemütigt/entrechtet tot 14.7.1936
Der Stolperstein für Louis Stiefel (1873–1936) liegt vor dem Haus Bahnhofstraße 10 in Lich. Verlegt wurde er am 3. September 2021.
Was die Zeilen auf den Steinen bedeuten
Die Geschichte der Familie
Neun Stolpersteine vor dem Haus Bahnhofstraße 10 erinnern an die Familien der Brüder Hermann und Louis Stiefel, die in Lich mit Frucht, Getreide und anderen Landesprodukten handelten. Im Juni 1935 mussten beide Familien die Stadt verlassen: Hermann, seine Frau Selma und ihre Tochter Irma zogen nach Frankfurt, Louis, seine Frau Frieda und ihr Sohn Hans nach Gießen, wo Louis 1936 starb. Frieda und ihre Kinder Hans, Ida und Bertha Erna konnten in die USA fliehen. Hermann und Selma flohen 1939 in die Niederlande und wurden 1943 in Sobibor ermordet, ihre Tochter Henny 1942 in Auschwitz. Irma überlebte das Lager Westerbork. Bei der Verlegung wurden allerdings die Steine der beiden Frauen namens Irma Stiefel vertauscht.
Auch erwähnt
„Die Gebrüder Goldschmidt gaben ihr Geschäft zum 31. März 1933 auf, die Familie Oppenheimer verlor 1934 ihren Grundbesitz in zwei Zwangsversteigerungen, im März 1936 wurden die Firmen der Brüder Chambré und von Louis Stiefel „durch Verfügung des Bürgermeisters“ gestrichen.“ – Jüdisches Leben in Lich, Langsdorf und Muschenheim
Quellen
Im Online-Archiv der Arolsen Archives suchen: Louis Stiefel
Das Archiv fragt beim ersten Aufruf nach einer Einverständniserklärung. Die Suche zeigt auch Menschen gleichen Namens.
Bücher und Archive zur Geschichte der Juden in Lich: Literatur
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