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Hans
StiefelJg. 1906 unfreiwillig verzogen 1935 Gießen Flucht 1938 USA
Der Stolperstein für Hans Stiefel (* 1906) liegt vor dem Haus Bahnhofstraße 10 in Lich. Verlegt wurde er am 3. September 2021.
Was die Zeilen auf den Steinen bedeuten
Die Geschichte der Familie
Neun Stolpersteine vor dem Haus Bahnhofstraße 10 erinnern an die Familien der Brüder Hermann und Louis Stiefel, die in Lich mit Frucht, Getreide und anderen Landesprodukten handelten. Im Juni 1935 mussten beide Familien die Stadt verlassen: Hermann, seine Frau Selma und ihre Tochter Irma zogen nach Frankfurt, Louis, seine Frau Frieda und ihr Sohn Hans nach Gießen, wo Louis 1936 starb. Frieda und ihre Kinder Hans, Ida und Bertha Erna konnten in die USA fliehen. Hermann und Selma flohen 1939 in die Niederlande und wurden 1943 in Sobibor ermordet, ihre Tochter Henny 1942 in Auschwitz. Irma überlebte das Lager Westerbork. Bei der Verlegung wurden allerdings die Steine der beiden Frauen namens Irma Stiefel vertauscht.
Quellen
Im Online-Archiv der Arolsen Archives suchen: Hans Stiefel
Das Archiv fragt beim ersten Aufruf nach einer Einverständniserklärung. Die Suche zeigt auch Menschen gleichen Namens.
Bücher und Archive zur Geschichte der Juden in Lich: Literatur
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