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Stolpersteine Lich

Frieda Stiefel, geb. Guthmann

Der Stolper­stein für Frieda Stiefel, geb. Guthmann (* 1874) liegt vor dem Haus Bahnhof­straße 10 in Lich. Verlegt wurde er am 3. September 2021.

Was die Zeilen auf den Steinen bedeuten

Die Geschichte der Familie

Neun Stolper­steine vor dem Haus Bahnhof­straße 10 erinnern an die Familien der Brüder Hermann und Louis Stiefel, die in Lich mit Frucht, Getreide und anderen Landes­pro­dukten handelten. Im Juni 1935 mussten beide Familien die Stadt verlassen: Hermann, seine Frau Selma und ihre Tochter Irma zogen nach Frankfurt, Louis, seine Frau Frieda und ihr Sohn Hans nach Gießen, wo Louis 1936 starb. Frieda und ihre Kinder Hans, Ida und Bertha Erna konnten in die USA fliehen. Hermann und Selma flohen 1939 in die Nieder­lande und wurden 1943 in Sobibor ermordet, ihre Tochter Henny 1942 in Auschwitz. Irma überlebte das Lager Westerbork. Bei der Verlegung wurden aller­dings die Steine der beiden Frauen namens Irma Stiefel vertauscht.

Quellen

Im Online-Archiv der Arolsen Archives suchen: Frieda Stiefel (auch geb. Guthmann)

Das Archiv fragt beim ersten Aufruf nach einer Einverständniserklärung. Die Suche zeigt auch Menschen gleichen Namens.

Bücher und Archive zur Geschichte der Juden in Lich: Literatur

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