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Stolpersteine Lich

Henriette Hahn, geb. Chambré

Der Stolper­stein für Henriette Hahn, geb. Chambré (* 1907) liegt vor dem Haus Unter­stadt 7 in Lich. Verlegt wurde er am 3. November 2021.

Was die Zeilen auf den Steinen bedeuten

Die Geschichte der Familie

Sechs Stolper­steine vor dem Haus Unter­stadt 7, das Carl Chambré 1874 erworben hatte, erinnern an seinen Sohn Max Chambré, dessen Frau Emilie, geborene Vöhl, ihre Kinder Henriette Hahn, Ernst-Ludwig und Annemarie und Henriettes Tochter Monika Hahn. Beim Licher Pogrom im März 1933 wurde Max Chambré so schwer verletzt, dass er nie mehr allein gehen konnte. Die Familie floh aus Lich; schließlich gelangten alle – auch Henriette mit ihrer Familie aus Berlin – nach Belgien. 1942 wurden Max, Emilie, Annemarie, Henriette und Monika nach Auschwitz deportiert und ermordet. Nur Ernst-Ludwig überlebte; aus seinem Vermögen ging später die Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung hervor.

Auch erwähnt

„Max, Emilie und Annemarie Chambré wurden 1942 aus dem belgischen Durch­gangs­lager Mechelen nach Auschwitz deportiert, im Oktober 1942 Henriette Hahn und ihre neunjährige Tochter Monika.“ – Jüdisches Leben in Lich, Langsdorf und Muschenheim

Quellen

Im Online-Archiv der Arolsen Archives suchen: Henriette Hahn (auch geb. Chambré)

Das Archiv fragt beim ersten Aufruf nach einer Einverständniserklärung. Die Suche zeigt auch Menschen gleichen Namens.

Bücher und Archive zur Geschichte der Juden in Lich: Literatur

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