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Stolpersteine Lich, zur Startseite

Verlegung in Lich, 18. April 2026

Fünf Steine erinnern an Menschen aus Lich, die wegen einer Behinderung oder einer psychischen Erkrankung in der Tötungs­anstalt Hadamar ermordet wurden: an die Geschwister Ludwig, Katharina und Heinrich Ledermann, an Heinrich Nix und an Emilie Engel. Es sind die ersten Licher Stolper­steine für Opfer der sogenannten „Aktion T4“. So wird der Mord an mehr als 70.000 Patientinnen und Patienten aus Heil- und Pflege­anstalten in den Jahren 1940 und 1941 genannt, nach dem Sitz der Planungs­zentrale in der Berliner Tiergarten­straße 4. Auf den Steinen steht „verlegt“ in Anführungs­zeichen: Die Verlegung nach Hadamar war der Weg in den Tod.

Die Verlegung begann am Samstag, 18. April 2026, um 12 Uhr in der Hinter­gasse 43. Nach der Begrüßung durch Hille Neumann von der Arbeits­gruppe und einem Grußwort von Bürger­meister Dr. Julien Neubert führte der frühere hessische Landtags­prä­sident Karl Starz­acher in den historischen Hinter­grund ein. Dann setzte Gunter Demnig die Steine, und Schülerinnen und Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Schule legten weiße Rosen nieder. Zum Abschluss lud die Arbeits­gruppe ins evangelische Gemeindehaus am Wall ein.

In Hadamar bei Limburg wurden von 1941 bis 1945 rund 15.000 Menschen ermordet.

Einladung und Programm der Verlegung (PDF)

  • Menschen stehen im Halbkreis in einer Gasse mit Fachwerkhäusern; links kniet Gunter Demnig an der Hauswand.
    Vor dem Haus Hintergasse 43 kommen Nachbarschaft, Schule und Arbeitsgruppe zusammen. Foto: Simon Malz
  • Eine Frau spricht ins Mikrofon, neben ihr ein Mann und Gunter Demnig vor einer Hauswand.
    Ansprache zu Beginn der Verlegung. Foto: Simon Malz
  • Ein Mann spricht ins Mikrofon, vor ihm stehen die Gäste im Halbkreis in der Gasse.
    Ein Grußwort vor den Gästen. Foto: Simon Malz
  • Gunter Demnig trägt drei Stolpersteine im Arm, hinter ihm sein roter Transporter.
    Gunter Demnig bringt die drei Steine für die Geschwister Ledermann. Foto: Simon Malz
  • Gunter Demnig kniet am Boden und fegt mit einem Handfeger um die frisch gesetzten Steine; daneben stehen Eimer.
    Die Steine werden eingesetzt und verfugt. Foto: Simon Malz
  • Drei Stolpersteine im dunklen Pflaster, an jedem liegt eine weiße Rose.
    Weiße Rosen für Ludwig, Katharina und Heinrich Ledermann. Foto: Simon Malz
  • Der Stolperstein für Katharina Ledermann in Nahaufnahme, daneben das Blatt einer Rose.
    Der Stein für Katharina Ledermann. Foto: Simon Malz
  • Gunter Demnig kniet auf dem Gehweg vor einem Haus und setzt einen Stein; ein Kind schaut zu.
    In der Mittelgasse 13 setzt Gunter Demnig den Stein für Heinrich Nix. Foto: Simon Malz
  • Ein Stolperstein im dunklen Pflaster, daneben eine weiße Rose.
    Der Stein für Heinrich Nix. Foto: Simon Malz
  • Viele Menschen stehen im Halbkreis vor einer weißen Mauer; eine Frau spricht ins Mikrofon.
    Die Gäste hören zu. Foto: Simon Malz
  • Zwei Frauen am Mikrofon: Die eine liest vom Blatt, die andere hält ein Porträtfoto.
    Lesung zur Lebensgeschichte, mit einem Porträtfoto. Foto: Simon Malz
  • Ein Mann mit Akkordeon vor den Gästen.
    Ein Akkordeon begleitet das Gedenken. Foto: Simon Malz
  • Der Stolperstein für Emilie Engel in Nahaufnahme.
    „Hier wohnte Emilie Engel“ – der Stein liegt vor ihrem letzten frei gewählten Wohnort. Foto: Simon Malz
  • Gunter Demnig mit Hut spricht mit erhobenen Händen vor seinem roten Transporter.
    Gunter Demnig im Gespräch nach der Verlegung. Foto: Simon Malz

Steine dieser Verlegung

Gießener Straße 11

Hintergasse 43

Mittelgasse 13

Was die Zeilen auf den Steinen bedeuten

Presse