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Irma
StiefelJg. 1903 verw. Oppenheim verh. Windecker unfreiwillig verzogen 1935 Frankfurt a. M. Flucht 1939 Holland interniert Westerbork mit Hilfe überlebt
Der Stolperstein für Irma Stiefel (* 1903) gehört vor das Haus Bahnhofstraße 10, wo die Familie wohnte. Bei der Verlegung wurde er vertauscht und liegt heute vor dem Haus Bahnhofstraße 27. Verlegt wurde er am 3. September 2021.
Was die Zeilen auf den Steinen bedeuten
Die Geschichte der Familie
Neun Stolpersteine vor dem Haus Bahnhofstraße 10 erinnern an die Familien der Brüder Hermann und Louis Stiefel, die in Lich mit Frucht, Getreide und anderen Landesprodukten handelten. Im Juni 1935 mussten beide Familien die Stadt verlassen: Hermann, seine Frau Selma und ihre Tochter Irma zogen nach Frankfurt, Louis, seine Frau Frieda und ihr Sohn Hans nach Gießen, wo Louis 1936 starb. Frieda und ihre Kinder Hans, Ida und Bertha Erna konnten in die USA fliehen. Hermann und Selma flohen 1939 in die Niederlande und wurden 1943 in Sobibor ermordet, ihre Tochter Henny 1942 in Auschwitz. Irma überlebte das Lager Westerbork. Bei der Verlegung wurden allerdings die Steine der beiden Frauen namens Irma Stiefel vertauscht.
Quellen
Im Online-Archiv der Arolsen Archives suchen: Irma Stiefel
Das Archiv fragt beim ersten Aufruf nach einer Einverständniserklärung. Die Suche zeigt auch Menschen gleichen Namens.
Bücher und Archive zur Geschichte der Juden in Lich: Literatur
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